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CREDITS

Cast und Crew

Regie: Katrin Heinz, Susanne Heinz

Kamera: Johannes Guttenhöfer

Schnitt: Rainer Nigrelli

Producerin: Susanne Heinz

Produzent: Christian Beertz

Ton: Martin Beume

Dramaturgische Beratung: Gesa Marten

Musik: Gerrit Lucas

Sound-Design & Mischung: André Leu

Produktionsbetreuung: Falco Seliger

 

Mit:

Jutta Rudolph

Markus Hanisch

Rui Yin

Frank Baum

Sam Durant

Stefan Rudolph

Thierry Geoffroy/Colonel

Julia Steves

Marlies Peller

Irene Heinz

Ana Prvacki

... und vielen anderen.


Art's Home is my Kassel

Ein Film von Katrin und Susanne Heinz

Kinostart: 10. Juli 2014

 

Trailer

Stadt  Kino  Termin   Info   
Berlin  Brotfabrik  ab 17.07.2014     
Berlin  Eiszeit  ab 17.07.2014     
Berlin  Hackesche Hfe  ab 17.07.2014     
Berlin  Lichtblick  ab 17.07.2014     
Berlin  Sputnik  ab 17.07.2014  Regiebesuch   
Bremen  City 46  22.09. - 28.09.2014     
Dortmund  Camera  ab 10.07.2014     
Dsseldorf  Souterrain  ab 10.07.2014     
Erlangen  Manhattan  24.08. - 27.08.2014     
Frankenberg  Thalia  ab 17.07.2014  am 17.7. Regisseurinnen zu Gast   
Frankfurt  Mal Sehn  ab 17.07.2014  am 20.7. Regisseurinnen zu Gast   
Hamburg  Lichtmessq  11.09.2014     
Hamburg  Metropolis  ab 04.09.2014     
Hannover  Kino im Knstlerhaus  ab 10.07.2014     
Kassel  Bali  ab 10.07.2014  am 11.7. Regisseurinnen zu Gast   
Kln  Filmpalette  ab 13.07.2014     
Kln  Museum f. angewandte Kunst  10.07.2014  Open-Air-Premiere im Rahmen der Klner Kinonchte   
Mnchen  Werkstatt Kino  ab 12.07.2014     
Saarbrcken  Filmhaus  ab 10.07.2014     
Sankt Ingbert  Kinowerkstatt  ab 17.07.2014     
Ulm  Mephisto   ab 10.07.2014     
Witzenhausen  Capitol  ab 17.07.2014  am 18.7. Regisseurinnen zu Gast   

 

Logline

Die Verwandlung einer durchschnittlichen deutschen Stadt in den Nabel der internationalen Kunstwelt prägt während der documenta sowohl das Stadtbild als auch das Lebensgefühl von Kassel. Der Film Art's Home is my Kassel von Katrin und Susanne Heinz folgt der documenta über die Vorbereitungen Anfang 2012 durch das gesamte „Museum der 100 Tage“ bis zum Rückbau der Kunstwerke. Der Film präsentiert Kunst und Event auf verschiedenen Ebenen: er begleitet eine Ausstellungsführerin, verschiedene Künstler, einen Schreiner, interessierte Kasseler Bürger, einen Architekten u.a. und vermittelt einen verständlichen und intuitiven Zugang zu den Arbeiten und der Kunstwelt.

 

 

Synopsis

 

Engagierte Mitarbeiter und unzählige Helfer, neugierige Schaulustige und um Verständnis bemühte Besucher, „weltgewandte Begleiter“ und weitgereiste Kunstgäste: In Kassel treffen sie 2012 alle auf die documenta - Weltkunstschau mit höchster internationaler Aufmerksamkeit und Heimat in Nordhessen. Katrin und Susanne Heinz betrachten aus den Blickwinkeln der Kasseler die temporäre, aber auch invasionäre Totalveränderung ihrer Heimatstadt, denn das Spektakel prägt in diesem Sommer sowohl das Stadtbild als auch das Lebensgefühl. Der Film folgt der documenta über die Vorbereitungen Anfang 2012 durch das gesamte „Museum der 100 Tage“ bis zu den Abbrucharbeiten – wie eine filmische Lustwandelei: Er ist keine Wiedergabe offizieller Deutungsansätze, er will keine umfassende Berichterstattung sein. Er vermittelt Kunst und Event allein durch seine Protagonisten: eine Taxifahrerin, eine Studentin, Künstler, ein Schreiner, interessierte Kasseler Bürger und ein Architekt vermitteln einen verständlichen, praktischen und intuitiven Zugang zu den Arbeiten und der Kunstwelt. Der Film hebt die Kunst der documenta als etwas Lebendiges, Berührbares von einem falschen Sockel und verstärkt die Kunstfähigkeit eines jeden Neugierigen.

 

 

Regiekommentar

Wir sind Schwestern, in Kassel geboren und aufgewachsen. Seit unserer Kindheit war die documenta Bestandteil unseres Heimatbegriffs. Wir wuchsen damit auf. An Papas Hand begegneten wir Joseph Beuys, der in Person mit Besuchern seine Kunst diskutierte. Direkt vor unserer Haustür wurde eine der 7000 Beuys-Eichen* gepflanzt - um nur kurze Zeit später samt Stein von marodierenden Bauarbeitern in respektlose Schieflage gebracht zu werden.

Die documenta war immer Anlass für außergewöhnliche Besucheranstürme – auch in unserem Gästezimmer. Tante Jonneke aus Amsterdam wäre sonst wohl nie freiwillig nach Kassel gekommen, Onkel Heinz aus Paris sicher auch eher ungern. Im Kunstunterricht der Oberstufe war die documenta Pflichtveranstaltung und für unsere Freizeit ein guter Grund, sich in der Stadt herumzutreiben. Wir liebten Jan Hoets documenta IX, weil da richtig viel los war und wir hassten Catherine Davids documenta X – weil sie Kassel hasste und unsere Heimatstadt mit einem Sockenladen verglich**.

Am Ende der documenta fühlten wir uns spätestens im Teenageralter immer etwas zurückgeblieben. War der Verlust verschmerzt, ging es weiter wie immer: Ohne Aufmerksamkeit und ohne Gäste, nur die Idee von der großen, weiten Welt blieb im Hinterkopf.

Unser Interesse am Thema rührt vor allem daher: der Kontrast zwischen vielbeachtetem Zentrum und Komplex-beladener Peripherie, die Fallhöhe zwischen der „internationalen Kunstwelt“ von New York, Paris und London und bodenständiger Normalität von Nordhessen. Was ist so erstrebenswert am Zentrum und wie kommt das Gefühl dafür überhaupt zustande? Und was sind das für Menschen, die Weltoffenheit nicht erstrebenswert finden, die das sich verändernde Gesicht Kassels bestenfalls aus ökonomischen Gründen willkommen heißen, die sich in Wirklichkeit nichts mehr wünschen, als dass alles wie immer ist?

Die Situationen, die sich in Kassel während der documenta ereignen, bieten sich an für diese kleine Forschungsreise, denn selbst der desinteressierteste Kasseler wird konfrontiert mit der Kunst und selbst der Kunst-fokussierteste Besucher kommt an der Stadt nicht vorbei. 

Und wir nutzen das Thema: Kunst vermag zu vermitteln. Und in Kassel sieht man dies während der documenta in den schönsten Bildern. Da treffen Welten aufeinander. Da kämpfen der Kasseler Architekt Markus Hanisch und Schreiner Frank Baum darum, die Wünsche von Künstlern mit handwerklichen Grenzen und deutschen Baubestimmungen unter einen Hut zu bekommen, da weiß Taxifahrerin Jutta Rudolph unter den Fremdsprachen der Kunstmetropole nicht mehr wohin, da putzt des nächtens die Restauratorin Julia Steves aus, was Besuchermassen an einem Kreidekunstwerk angerichtet haben, da irren Kunst-willige Rentner auf Erkenntnissuche durch ihren neuerdings so fremd wirkenden Bahnhof. Und zwischen Rosemarie Trockel und William Kentridge dreht das Riesenrad des örtlichen Volksfests „Zissel“ seine Runden.

Wir wollen mit unserem Film die Kunst der dOCUMENTA (13) als etwas Lebendiges, Berührbares von ihrem bedeutungsgeladenen Sockel heben und die Kunstfähigkeit eines jeden Neugierigen abbilden und zugleich möchten wir mit diesem Film unserer Heimatstadt und ihrem populärsten Erzeugnis ein amüsantes, augenzwinkerndes und aufklärerisches Denkmal setzen.

 

 

Regie

Susanne Heinz, geb. 1976, nach langjähriger selbstständiger Tätigkeit als Tonmeisterin, Kameraassistentin und Produktionsassistentin im Dokumentarfilmbereich absolvierte sie ein Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaften und Germanistik in Köln. Sie arbeitet seit 2008 als Producerin für die Gebrüder Beetz Filmproduktion in Köln.

Katrin Heinz, geb. 1979, studierte in Köln und Havanna Design und absolvierte im Anschluss beim Westdeutschen Rundfunk ein Volontariat. Sie arbeitete als Redakteurin für das ZDF und ist heute hauptsächlich als Autorin für die Produktionsfirma ACT und den WDR tätig. Parallel ist sie selbstständige Designerin im Bereich Film- und Fernsehgrafik und Animation.

„Arts home is my Kassel (AT)“ ist der erste lange Dokumentarfilm der Geschwister Heinz.

 

 

Kamera

Johannes Guttenhöfer, geb. 1977, nach erfolgreich abgeschlossener Gesellenprüfung zum Schreiner (1996) orientierte er sich schnell um und arbeitete zwei Jahre als freier Tonassistent. Im Anschluss absolvierte er ein Volontariat zum Kameramann in Kassel. Nach zunächst freier Tätigkeit, gründete er 2003 die Firma jojo tv und produziert seit dem News, Dokumentationen, Reportagen für die verschiedensten Formate der europäischen Fernsehwelt. Darüber hinaus ist es ihm gelungen sich in der Wirtschaft und Musikbranche einen sehenswerten Kundenstamm zu erdrehen, für die er Imagefilme, Werbung, Musikvideos und vieles mehr von Kassel aus produziert.

 

 

Produktion

Christian Beetz, wurde am 24.07.1968 in der Schweiz geboren. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften in Berlin machte er sich selbstständig und gründete die gebrueder beetz filmproduktion. Als kreativer Produzent / Regisseur realisiert er internationale Dokumentarfilme wie „Herbstgold“ und „Blood in the Mobile“. Zu seinen jüngsten Regieprojekten gehören „Die Sammlung Prinzhorn“ (2008 - ausgezeichnet mit dem Grimmepreis und dem Publikumspreis der Marler Gruppe) und „Böttcher/ Strawalde – Ma Vie/Mein Leben“ (2010). Daneben zeichnet er sich als Leiter für interkulturelle Cross- Media-Projekte verantwortlich, die die Bildebene mit der digitalen und der kulturellen Ebene verbinden

 

 

Protagonisten

Rui Yin – Meisterschülerin an der Kunsthochschule und als „worldly companion“ für die documenta tätig. Sie ist auf dem besten Weg selbst Künstlerin zu werden, vielleicht ist sie es schon. Sie absolviert für den documenta-Sommer mit über hundert Anderen ein immenses Schulungsprogramm um den Besuchern aus aller Welt die Kunst näher zu bringen. Markus Hanisch ist Architekt und als Bauherr für „Unsichtbares“ ist im Frühjahr 2012 ganz Kassel seine Baustelle.

Sam Durant und Ana Pravcki sind eine metropolitische Künstlerfamilie mit Wurzeln in Serbien, Singapur, Rumänien und den USA.  Für die Dauer von 3 Monaten wird Kassel ihr temporäres Zuhause sein. Die Anwesenheit bei der documenta bedeutet für sie nicht Freizeit, sondern harte Arbeit.

Jutta Rudolph fährt seit 36 Jahren Taxi in Kassel, die documenta bedeutet für sie vor Allem ein gutes Geschäft. Über die documenta-Kunst kann sie sich grenzenlos und herzerfrischend aufregen. Frank Baum ist Schreiner der vierten Generation. Er wird für die documenta zum „Kunstschaffenden“. Er setzt in diesem Frühjahr um, was Künstler ersonnen haben und was bald die weltöffentlichen Blicke auf sich ziehen wird. Ein echter „Marc Dion“ und ein echter „Sam Durant“ entstammen seiner traditionsreichen Werkstatt. Irene Heinz ist Rentnerin, grund-neugierig und seit dem Beginn der documenta „Familienmittelpunkt“. Sie nimmt kulturell alles mit, ob „Alte Musik“ in Arolsen, den Sommer im Kulturzelt oder die Sonntagskonzerte im Bergpark. Und deswegen freut sie sich seit vier Jahren auf den documenta-Sommer. Dann ist was los in der Stadt, dann kommt die Familie angereist - aus Amsterdam und aus Paris.