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REGIE                                                         Mor Loushy

PRODUZENTEN                                    Daniel Sivan, Hilla Medalia, Neta Zwebner

KOPRODUZENTEN                              Melanie Andernach, Knut Losen, Jenny Raskin

EXECUTIVE PRODUCERS                  Dan Cogan, Guy Lavie, Dagmar Mielke, Nick Fraser, Morgan Spurlock, Jeremy Chilnick, Ethan Goldman

SCHNITT                                                   Daniel Sivan

MUSIK                                                       Markus Aust

KAMERA                                                 Itai Raziel , Avner Shahaf

SOUND DESIGN                                    Yoss Appelbaum

SOUND MIXER                                     Stefan Korte

PRODUKTION                                         One Man Show & kNow Productions | (15 Me'ir Ya'ari Street, Suite 31, Tel Aviv, Israel | hilla@knowproductions.net | +972.54.479.1124

KOPRODUKTION                                  MADE IN GERMANY Filmproduktion (Richard Wagner Straße 12, 50674 Köln |mel@madeingermany-film.de | +49 221 27263611)

CENSORED VOICES ist eine Koproduktion von One Man Show & kNow Productions, MADE IN GERMANY Filmproduktion, RBB in Zusammenarbeit mit RBB Arte und YesDocu. Der Film wurde gefördert mit Mitteln der Film- und Medienstiftung NRW

 


CENSORED VOICES


Ein Dokumentarfilm von Mor Loushy

Kinostart: 21. Juli 2016


Trailer

Stadt  Kino  Termin     
Aachen  Apollo  ab 21.07.2016     
Berlin  fsk  ab 21.07.2016     
Berlin  filmkunst 66  ab 21.07.2016  nicht tgl.   
Berlin  Brotfabrik  ab 21.07.2016     
Berlin  Babylon Mitte  ab 21.07.2016     
Berlin  Tilsiter Lichtspiele  ab 25.08.2016     
Berlin  Bali Kino  29.09.-05.10.2016     
Bielefeld  Lichtwerk  06.09.2016     
Dortmund  Sweetsixteen  ab 21.07.2016     
Dsseldorf  Bambi  ab 21.07.2016     
Essen  Filmstudio  24.07.-26.07.2016     
Frankfurt  Mal Sehn  ab 21.07.2016     
Frankfurt  naxos  04.10.2016  19.30 Uhr mit Produzentin   
Freiburg  Friedrichsbau  ab 21.07.2016     
Hamburg  3001 Kino   ab 21.07.2016     
Hannover  Kino im Knstlerhaus  04.08.+08.08.2016     
Hillesheim  Eifel-Filmbhne  08.+10.10.2016     
Karlsruhe  Kinemathek  21.10.-26.10.2016     
Kln  Filmpalette  28.06.2016  20.00 Uhr Premiere, Regisseurin zu Gast   
Kln  Filmpalette  06.07.2016  Preview, Israel-Reihe   
Kln  Filmpalette  ab 21.07.2016     
Kln  Off Broadway  08.11.2016  Allerweltskino   
Magdeburg  Moritzhof  26.08.-28.08.2016     
Mainz  Cinemayence  12.11.2016     
Mnchen  Werkstatt Kino  ab 21.07.2016     
Mnchen  Monopol  ab 21.07.2016  20.7. Preview Mitt-Doks   
Nrnberg  Filmhaus  ab 21.07.2016     
Seefeld  Breitwand  ab 21.07.2016     
Weimar  Kino Mon Ami  17.11.2016     
Wiesbaden  Murnau Filmtheater  16.+17.07.2016  Preview, Nahost-Reihe   
Wrzburg  Central Programmkino  ab 21.07.2016     

 

 

Logline


Der 6-Tage-Krieg endet mit einem Triumph f?r Israel: Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Nur einen Monat danach interviewte der Schriftsteller Amos Oz die beteiligten Soldaten, die berichteten, was wirklich geschah. Diese schonungslosen, intuitiven Zeugnisse von einem Krieg wurden streng zensiert und durften dem israelischen Bewusstsein nicht zugänglich gemacht werden...bis jetzt.

 

 

Synopsis


1967. Der Sechstagekrieg endet mit einem triumphalen Sieg f?r Israel. Das kleine Land vergrößert sich um das Dreifache. Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Die Nation wird beherrscht von lautem Jubel, rauschenden Siegesfeiern, herrschaftlichen Paraden und taumelnder Freude. Nach einem solchen Sieg werden es die Araber nie wieder wagen, Israel anzugreifen! Aber hinter der Euphorie verbergen sich andere Stimmen. Die Stimmen der Soldaten. Die jungen Krieger kehrten zur?ck in ihre Häuser. Verwirrt, traumatisiert, voller Angst- und Schuldgef?hlen.


Amos Oz war zum damaligen Zeitpunkt noch kein international gefeierter Schriftsteller und Nobelpreisnominierter. Er war ein einfacher Soldat, der am 6-Tage-Krieg teilnahm und nach Kriegsende f?hlte, dass unter dem ganzen Siegestaumel und Jubel etwas schwelte. Mit einem Tonbandgerät ausger?stet begab er sich zusammen mit Abraham Schapira (ebenfalls im Film zu sehen) in die Kibbuze des Landes. Sie stellten Fragen, auf die sie umfangreiche, ehrliche und ungeschönte Antworten bekamen. Die Soldaten beschrieben sich selbst als zerrissen zwischen dem Gef?hl des Triumphes und dem Gef?hl von Schmutz, Schmerz, Scham und Unheil. Sie berichteten von Missbrauch, Deportation, Tötungen von Gefangenen, Pl?nderung, Lynchjustiz und Erniedrigung. Sie sind als Opfer in diesen Krieg gezogen und kamen als Täter zur?ck. Doch ihre Stimmen wurden nie gehört. Sie wurden aufgrund ihrer Brisanz vom Militär zensiert.


In der Schule hörten wir sie häufig, die heroischen Legenden des 6-Tage- Krieges. David gegen Goliath. Wir sind die Gerechten und haben die arabische Welt, die uns im Meer versenken wollte, besiegt. Diese Erinnerung immer vor Augen machte unsere Gesellschaft zu der, die sie heute ist. Aber damals, nur einen Monat nach dem großen Sieg, waren die Gef?hle eigentlich andere. Nur wurden sie nie gehört. Sie wurden zensiert, dementiert und schließlich ?ber die Jahre hinwegvergessen. Jetzt, wo die Aufnahmen von damals wieder zu hören sind, entsteht ein komplett neues Bild. Ein „ungeschöntes“, ein „echtes“, von einem Krieg, der so anders verlief als uns als Kindern beigebracht wurde. Es ist ein trauriges Bild, ein tragisches. Und während ich diesen Stimmen lausche, stellt sich mir nur eine Frage: Wie wären wir als Gesellschaft geworden, wenn wir diesen Stimmen Raum gegeben hätten?

 

 

Regiestatement


In der Schule hörten wir sie häufig, die heroischen Legenden des 6-Tage-Krieges. David gegen Goliath. Wir sind die Gerechten und haben die arabische Welt, die uns im Meer versenken wollte, besiegt. Diese Erinnerung immer vor Augen machte unsere Gesellschaft zu der, die sie heute ist. Aber damals, nur einen Monat nach dem großen Sieg, waren die Gefühle eigentlich andere. Nur wurden sie nie gehört. Sie wurden zensiert, dementiert und schließlich über die Jahre hinweg vergessen.

Jetzt, wo die Aufnahmen von damals wieder zu hören sind, entsteht ein komplett neues Bild. Ein „ungeschöntes“, ein „echtes“, von einem Krieg, der so anders verlief als uns als Kindern beigebracht wurde. Es ist ein trauriges Bild, ein tragisches. Und während ich diesen Stimmen lausche, stellt sich mir nur eine Frage: Wie wären wir als Gesellschaft geworden, wenn wir diesen Stimmen Raum gegeben hätten?

 

 

Über die Regisseurin – Mor Loushy


Mor Loushy absolvierte ihr Filmstudium an der renommierten Sam Spiegel Film and Television School in Jerusalem und arbeitet seit ihrem Abschluss 2007 als freie Filmemacherin. Ihr Deb?tfilm “Israel Ltd.” wurde von YES Doku, BBC, VPRO, Radio-Canada, Knowledge Canada koproduziert und feierte 2009 seine Weltpremiere auf der IDFA. Der Film wurde weltweit verkauft, u.a. an Yleisradio OY, VRT, RTVS- Slovenia, RTS – Radio Télévision Suisse, Planete Poland. Viele Partner, die bereits an ihrem vorherigen Film „Israel Ltd.“ beteiligt waren, waren sofort wieder als Partner f?r CENSORED VOICES dabei.

 

 

Amos Oz


Amos Oz wurde 1939 im Jerusalemer Stadtviertel Kerem Avraham, das hauptsächlich von osteuropäischen Einwanderern bewohnt war, geboren und wohnt heute in der israelischen Stadt Arad in der Negev-W?ste. 1954 trat er nach dem Freitod seiner Mutter dem Kibbuz Chulda bei und nahm seinen jetzigen Namen Oz an (auf Deutsch: Stärke). Während seines Studiums der Literatur und Philosophie an der Hebräischen Universität von 1960 bis 1963 veröffentlichte er seine ersten Kurzgeschichten. Von 1987 bis 2005 war Oz Professor f?r hebräische Literatur an der Ben Gurion Universität des Negev in Be‘er Scheva. 1993 erhielt er dort den ber?hmten Agnon Lehrstuhl f?r moderne hebräische Literatur.


Oz hat eine Reihe von Romanen und Erzählungen, einige Essaybände und drei Kinderb?cher verfasst, dar?ber hinaus zahlreiche in Zeitschriften erschienene Artikel und Essays. Seine Arbeiten wurden in 36 Sprachen ?bersetzt und erschienen in 35 Ländern. Er gewann den Heinrich-Heine und den Goethe-Preis und war f?r den Nobelpreis nominiert. Oz ist seit 1967 ein prominenter Bef?rworter der „Zwei-Staaten-Lösung“ im Nahostkonflikt. Er nahm am Sechstagekrieg und am Jom-Kippur Krieg teil und gr?ndete in den 1970er Jahren eine Organisation, die zur einer der f?hrenden israelischen Friedensbewegung zählt („Peace Now“).


Die Regisseurin Mor Loushy ist mit Amos Oz seit einigen Jahren in Kontakt. Er hat sich f?r ihren Film CENSORED VOICES bereit erklärt, sich das erste Mal vor der Kamera ?ber seine Erfahrungen im 6-Tage-Krieg zu äußern. Auch hat er sich f?r den Film den Tonaufnahmen von vor fast 50 Jahren das erste Mal wieder gestellt. Er hatte sie damals initiiert, jedoch seitdem nie wieder angehört. Darin sind nicht nur die Erfahrungen der anderen Soldaten, sondern auch seine persönlichen Erlebnisse zu hören. Auch hat er sich nie in Interviews den Fragen von Journalisten zu seinen Kriegserlebnissen gestellt. Zu groß waren seine Dämonen und Ängste.